{"id":336,"date":"2012-03-20T12:38:44","date_gmt":"2012-03-20T11:38:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.slachtoffersjustitie.nl\/wordpress\/?p=336"},"modified":"2012-03-20T12:38:44","modified_gmt":"2012-03-20T11:38:44","slug":"zur-elternentfremdung-over-oudervervreemding","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.slachtoffersjustitie.nl\/wordpress\/2012\/03\/20\/336_zur-elternentfremdung-over-oudervervreemding\/","title":{"rendered":"Zur Elternentfremdung. Over Oudervervreemding."},"content":{"rendered":"<h2 align=\"center\">Integrale weergave uit de verwezen website.<\/h2>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.vaeterfuerkinder.de\/Reich.htm\">http:\/\/www.vaeterfuerkinder.de\/Reich.htm<\/a>\u00a0<\/p>\n<h2 align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.vaeterfuerkinder.de\/index.html\" target=\"_top\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.vaeterfuerkinder.de\/vfk1a.gif\" alt=\"VfK Logo\" \/><\/a><\/h2>\n<p><basefont \/><\/p>\n<h2>Aus Wilhem Reich &#8220;Charakteranalyse&#8221; zur Eltern-Kind-Entfremdung<\/h2>\n<p>Das Buch &#8220;Charakteranalyse&#8221; des Wiener Psychoanalytikers <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wilhelm_Reich\">Wilhelm Reich <\/a>erschien erstmals 1933. In Nazideutschland war das Buch verboten, erreichte aber 2006 seine 8. deutsche Neuauflage, entsprechend der U.S. Fassung ab 1945: Kiepenheuer &amp;Witsch, K\u00f6ln, 8te Auflage, 1971, 1989, ISBN 10: 3-462-01982-1, ISBN 13: 978-3-462-01982-7.<br \/>\n\u00a0<br \/>\n\u00a0Im Kapitel VI. Die emotionelle Pest\u00a0 (Seiten 330.-372 ), geschrieben 1945, finden sich Beschreibungen, in denen wir heute F\u00e4lle erkennen, die unter den von Richard Gardner etwa 1985 eingef\u00fchrten Begriff &#8221; Parental Alienation Syndrome (PAS)&#8221; fallen w\u00fcrden.<br \/>\n\u00a0 \u00a0<br \/>\nAuf Seite 335 ist eine kurze Bemerkung:<br \/>\nEine Mutter etwa, die sich der Methoden der Politik bediente, um ihr Kind dem Gatten zu entfremden, fiele unter diesen erweiterten Begriff der politischen emotionellen Pest; ebenso ein streberischer Wissenschaftler, der sich nicht durch sachliche Leistungen, sondern mittels der Methoden der Intrige zu einer hohen sozialen Stellung emporarbeitet, die in keiner Weise seinen Leistungen entspricht.<\/p>\n<p>Auf Seite 341:<br \/>\nEin Vater, der aus Ha\u00df gegen seine Frau, die ihm, sagen wir, untreu wurde, das gemeinsame Kind fur sich in Anspruch nimmt, handelt aus ehrlichster \u00dcberzeugung \u00bbim Interesse des Kindes\u00ab; aber er erweist sich als v\u00f6llig unzug\u00e4nglich jeder Korrektur, wenn das Kind unter der Trennung von der Mutter leidet oder sogar zugrunde geht; der pestkranke Vater wird sekund\u00e4r allerhand Begr\u00fcndungen finden, um seine \u00dcberzeugung aufrecht zu erhalten, da\u00df er es mit dem Kinde \u00bbgut meine\u00ab, wenn er es von der Mutter fernh\u00e4lt; er ist nicht zu \u00fcberzeugen, da\u00df das wirkliche Motiv sadistische Bestrafung der Mutter ist..<\/p>\n<p>\u00a0Das erscheint hoch relelevant, weil es einen Aspekt beschreibt, den man immer in schweren PAS F\u00e4llen findet, seltsamerweise meist sogar bei entfremdenden Elternteilen, die auf Grund ihres Bildungsstandes oder sogar zus\u00e4tzlich noch Berufsausbildung eigentlich in der Lage sein m\u00fcssten die ernsthaften Auswirkungen ihres Verhaltens auf das Kind zu erkennen.<br \/>\nDiese Beschreibung entspricht \u00fcbrigens auch genau der Geschichte die Theodor Fontane in seinem ber\u00fchmten Roman\u00a0 &#8220;Effi Briest&#8221; (1894-95) erz\u00e4hlt. Fontane beschreibt auch das mechanische Verhalten des entfremdeten Kindes bei den wenigen Kontakten mit seiner Mutter. [Der von Reich eingef\u00fchrte Begriff ,,pestkrank&#8221; f\u00fcr solche Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen, wie hier beim entfremdenden Vater, hat sich allerdings nicht durchgesetzt, auch nicht andere seiner vielen sehr originellen Ideen.] \u00a0<\/p>\n<p>Seiten 348-349: Typischer Kampf ums Kind in Scheidungsf\u00e4llen :<br \/>\nVersuchen wir nun, diese Differenzierungen an einfachen Beispielen aus dem Alltagsleben zu \u00fcberpr\u00fcfen: Nehmen wir als erstes Beispiel den Kampf ums Kind, der sich bei Ehescheidungen in typischer Weise<br \/>\nabzuspielen pflegt.<br \/>\nWir haben drei verschiedene Reaktionen zu erwarten: die rationale, die charakterneurotisch-gehemmte and die emotionell pestkranke Reaktion.<br \/>\na. Rational: Vater and Mutter k\u00e4mpfen um gesunde Entwicklung des Kindes mit rationalen Begr\u00fcndungen and Mitteln. Sie k\u00f6nnen prinzipiell einig sein, dann ist es leicht; sie k\u00f6nnen aber auch sehr verschiedener Meinung sein. Sie werden in jedem Falle im Interesse des Kindes es vermeiden, hinterh\u00e4ltige Methoden zu ben\u00fctzen. Sie werden mit dem Kinde offen sprechen und es entscheiden lassen. Sie werden ihr eigenes Interesse am Besitz des Kindes ausschalten. Sie werden sich von den Neigungen des Kindes f\u00fchren lassen. Wenn der eine oder andere Ehepartner Trinker oder geisteskrank ist, wird diese Tatsache dem Kinde unter gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Schonung als ein tapfer zu tragendes Ungl\u00fcck in entsprechender Weise vermittelt werden. Das Motiv ist immer Vermeidung einer Sch\u00e4digung des Kindes. Die Haltung ist bestimmt durch Opferung der pers\u00f6nlichen Interessen.<br \/>\nb. Charakterneurotisch: Der Kampf ums Kind ist durch R\u00fccksichten aller Art, durch Scheu vor \u00d6ffentlichkeit etc., gebremst. Die F\u00fchrung im Konflikt hat nicht so sehr das Interesse des Kindes als die Anpassung an die \u00f6ffentliche Meinung. Die charakterneurotischen Eltern f\u00fcgen sich dem \u00fcblichen Brauch in solchen Dingen, also etwa der Ansicht, da\u00df das Kind unter allen Umst\u00e4nden bei der Mutter bleibt, oder sie ziehen einen Gerichtsbeschlu\u00df zu Rate. Wenn einer der Ehepartner Trinker oder geisteskrank ist, dann besteht die Neigung zur Aufopferung, zur Verh\u00fcllung der Tatsache mit dem Resultat, daB das Kind sowohl wie der andere Ehepartner leiden und gef\u00e4hrdet werden: Die Ehescheidung wird vermieden. Das Motiv des Verhaltens ist durch den Satz \u00bbWir wollen kein Aufsehen erregen\u00ab gepr\u00e4gt. Die Haltung ist bestimmt durch Resignation.<br \/>\nc. Emotionell pestkrank: Die Rettung des Kindes ist regelm\u00e4\u00dfig ein vorgeschobenes und, wie das Ergebnis zeigt, unerf\u00fclltes Motiv. Das wahre Motiv ist die Rache am Partner durch Beraubung der Freude am Kinde. Der Kampf ums Kind bedient sich daher der Diffamierung des Partners, gleichg\u00fcltig, ob er gesund oder krank ist. Das Fehlen jeder R\u00fccksicht auf das Kind kommt darin zum Ausdruck, da\u00df seine Liebe zum anderen Elternteil nicht in Rechnung gestellt wird. Dem Kinde wird, um es vom anderen Partner zu trennen, beigebracht, da\u00df der Betreffende Trinker oder geisteskrank ist, was nicht der Wahrheit entspricht. Das Ergebnis ist Sch\u00e4digung des Kindes, das Motiv ist Rache am Partner und seine Vernichtung sowie Herrschaft \u00fcber das Kind und nicht Liebe f\u00fcr das Kind.<\/p>\n<p>Seiten 359-360:<br \/>\nIch m\u00f6chte hier ein klinisches Beispiel aus meiner \u00e4rztlichen Erfahrung einschalten.<br \/>\nBei einer Ehetrennung hatte die Mutter mit dem Vater der Kinder die Vereinbarung getroffen, da\u00df die Kinder zun\u00e4chst bei der Mutter verbleiben, da\u00df sie aber, wenn sie das 14. Lebensjahr erreichten, sich selbst freiwillig entscheiden sollten, bei wem sie weiterleben wollten. Eines der Kinder \u00e4u\u00dferte schon mit 12 Jahren den Wunsch, beim Vater zu leben. Daraufhin griff die Mutter zum Mittel der Diffamierung des Vaters, der abwesend war. Dem Kinde wurde die \u00dcberzeugung beigebracht, da\u00df der Vater ein Mensch w\u00e4re, der andere Menschen beherrschen wollte, man m\u00fc\u00dfte vor ihm auf der Hut sein, denn man k\u00f6nnte sich seinem Einflu\u00df nicht mehr entziehen, wenn man einmal unter ihn geraten w\u00e4re. Diese Diffamierung war um so unverst\u00e4ndlicher, als der Vater an der genau entgegengesetzten Schw\u00e4che litt, Menschen seiner Umgebung uneingeschr\u00e4nkte Freiheit zu lassen. Das Argument der Pestreaktion\u00a0 wurde erst einige Jahre sp\u00e4ter verst\u00e4ndlich: Die Entfremdung des Vaters war offenbar nicht v\u00f6llig gegl\u00fcckt, denn die Mutter griff zu einem sch\u00e4rferen Mittel. Sie brachte den Kindern die Uberzeugung bei, da\u00df der Vater verr\u00fcckt geworden and daher gef\u00e4hrlich w\u00e4re. Dies wirkte. Das Kind entwickelte eine neurotische Selbstversagung. Seine Charakterhaltung begann sich immer mehr dahin zu entwickeln, da\u00df man sich gerade das, was man am sehnlichsten w\u00fcnschte, zu versagen hatte.Das wurde nun zu einem Zwang. Der Einflu\u00df der Mutter verinnerlichte sich im Kinde in so hohem Grade, da\u00df das Kind sich jahrelang den hei\u00dfen Wunsch, den Vater zu besuchen, versagte. Obwohl es sp\u00e4ter einsah, da\u00df die Verr\u00fccktheitserkl\u00e4rung des Vaters ein Mittel, es fernzuhalten, gewesen war, behielt es die nun phobisch gewordene Angst, den Vater zu besuchen, bei. Obwohl es nun erwachsen war, war es unf\u00e4hig, sich von der Mutter zu l\u00f6sen and sein eigenes Leben zu f\u00fchren. Es schob seinen Entschlu\u00df, das m\u00fctterliche Haus zu verlassen, immer wieder hinaus. Es war deutlich, da\u00df eine Zwangshemmung es im Hause der Mutter festhielt. Genau das also, was diese Mutter dem Vater des Kindes zugeschrieben hatte, war komplett gelungen. Im Leben des Kindes hatte sich ein irreparabler Bruch festgesetzt. Die Selbstversagung durchaus rationaler W\u00fcnsche war zu einer dauernden Grundhaltung geworden. Obwohl sie den Vater sehr sch\u00e4tzte und liebte, vermochte sie es nicht \u00fcber sich zu bringen, mit ihm auch nur wenige Tage in den Ferien oder bei \u00e4hnlichen Anl\u00e4ssen zu verbringen.<\/p>\n<p>Das ist vielleicht das relevanteste Zitat, da es auch beschreibt was im Kinde passiert, als Folge des entfremdenden Verhaltens seines betreuenden Elternteils\u00a0 Dass dieser Elternteil dem anderen etwas vorwirft\u00a0 (hier: andere beherrschen zu wollen) was nur auf ihn selbst zutrifft, nennt man heute in der Psychiatrie &#8220;Projektion&#8221;.<\/p>\n<p>Zur <a href=\"http:\/\/www.vaeterfuerkinder.de\/index.html\" target=\"_top\">Homepage von V\u00e4ter f\u00fcr Kinder<\/a>\u00a0\u00a0<a href=\"http:\/\/www.vaeterfuerkinder.de\/impress.htm\">Impressum<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Integrale weergave uit de verwezen website. http:\/\/www.vaeterfuerkinder.de\/Reich.htm\u00a0 Aus Wilhem Reich &#8220;Charakteranalyse&#8221; zur Eltern-Kind-Entfremdung Das Buch &#8220;Charakteranalyse&#8221; des Wiener Psychoanalytikers Wilhelm Reich erschien erstmals 1933. 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